
Die Steuerung im Master-Stimmenbereich werden nur in der erweiterten Ansicht angezeigt. Klicke auf die Taste „Advanced“, um zur erweiterten Ansicht umzuschalten, und dann auf die Taste „Global“.
Eine einzelne im Source-Bereich generierte Stimme durchläuft die Hauptfilter und gelangt dann in den Master-Stimmenbereich, wo Steuerungen für die Amplitude, das Panorama und das Coarse- bzw. Fine-Tuning der Stimme bereitgestellt werden. Die Stimme wird dann mit anderen Stimmen am Input des Bereichs „Effects“ gemischt.
Der Master-Stimmenbereich ermöglicht auch die übergeordnete Steuerung verschiedener Tags eines Presets wie Polyphonie, Stimmung und Glissando.

Drehregler „Vol“: Passt den Pegel der Stimme an. Standardmäßig moduliert AHDSR 1 diesen Parameter.
Hinweis: Wenn eine AHDSR-Hüllkurve zum Modulieren der Master-Lautstärke zugewiesen ist, kann die Modulationstiefe nicht angepasst werden. Dies deshalb, weil die Einstellung der Tiefe auf einen Wert unter dem Standardwert 100 % bewirken würde, dass Noten unendlich lang über der Nullamplitude bleiben würden. Das Ergebnis wären „hängende“ Noten. Diese Regel gilt auch für andere Modulatoren wie MSEG, wo du ebenfalls eine Modulationstiefeneinstellung von 100 % benötigst, sofern du Noten nicht unendlich lange halten willst.
Drehregler „Pan“: Passt die Stereoposition der Stimme an. Verhält sich als „Pan“-Steuerung für Monosounds und als „Balance“-Steuerung für Stereosounds.
Drehregler „Coarse/Fine Tune“: Passt die Tonhöhe der Stimme in Halbtönen (Coarse) und Cents (Fine=1/100 eines Halbtons) an.
Taste „All/A/B/C/D“: Wähle „All“ aus, um globale Stimmenparameter festzulegen, die die einzelnen Source-Einstellungen überschreiben. Wähle „A/B/C/D“, um einzelne Source-Stimmenparameter festzulegen. Alle der folgenden Parameter können global und pro Source festgelegt werden.
Einblendmenü „Trigger Mode“: Lege die Bedingungen fest, die erforderlich sind, damit Audiosignale und Glissandi (Portamento) zu hören sind. Ein Trigger-Event bewirkt, dass Prozesse von Anfang an ausgeführt werden. Dieser Parameter interagiert mit den Steuerungen „Num“ und „Glide“ und kann global oder pro Source verwendet werden.
Always: Bei „Num“ = 1 wird ein Trigger am Beginn jeder Legatogruppe generiert und erfolgt ein Portamento am Beginn jeder Note. Bei „Num“ > 1 wird ein Trigger am Beginn jeder Note generiert und erfolgt ein Portamento am Beginn jeder Note.
Retrigger: Unabhängig von der „Num“-Einstellung wird ein Trigger am Beginn jeder Note generiert und erfolgt ein Portamento am Beginn jeder Note.
Legato: Bei „Num“ = 1 wird ein Trigger am Beginn jeder Legatogruppe generiert und erfolgt ein Portamento am Beginn jeder Legatogruppe. Bei „Num“ > 1 ist das Verhalten ähnlich wie beim Fall mit einer Stimme, wenn du einzelne Noten nacheinander spielst. Wenn du aber einen Akkord spielst, wird jede Note des Akkords einzeln ausgelöst. Jede Note muss sich innerhalb von 200 ms zur vorherigen Note befinden, um einen Akkord zu bilden.
Hinweis: Ein Trigger ist ein Signal, das bewirkt, dass bestimmte Prozesse von Anfang an ausgeführt werden. Diese Prozesse beinhalten die Wiedergabe von Audiodaten wie ein Sample und verschiedene Modulatortypen, einschließlich LFO, AHDSR, MSEG und Sequenzer. Außerdem haben einzelne Modulatoren ihre eigenen Trigger-Optionen. Die Deaktivierung des Modus bewirkt, dass der einzelne Modulator im Legatomodus ausgelöst wird (oder gar nicht, wenn es ein LFO ist), unabhängig vom Trigger-Modus des Master-Stimmenbereichs.
Einblendmenü „Num(ber of voices)“: Bestimmt die maximale Polyphonie eines Presets (bis zu 32 Stimmen) bei globaler Verwendung oder die maximale Polyphonie pro Source. Ein Wert von 1 führt zu einem monophonen Preset oder einer monophonen Source.
Tipp: Verwende einen möglichst niedrigen Polyphoniewert für das Preset, weil dies dazu beiträgt, die CPU-Auslastung zu verringern.
Einblendmenü „Voice Priority“: Wähle die neueste bzw. zuletzt gespielte („Newest“), älteste bzw. zuerst gespielte („Oldest“), tiefste („Lowest“) oder höchste („Highest“) Note aus, die priorisiert werden soll, wenn die Polyphonie überschritten wird. Dieser Parameter kann global oder pro Source verwendet werden.
Taste „Rate/Time“: Der Portamento-Modus (Glide) kann auf „Rate“ oder „Time“ eingestellt werden. Dieser Parameter kann global oder pro Source verwendet werden.
Rate: Alchemy führt ein Glissando von Note zu Note mit einer festen mit dem Drehregler „Glide“ festgelegten Rate durch. Längere Glissandos erfordern mehr Zeit. Wird als Prozentsatz der Gesamtlänge der Hüllkurve gezeigt.
Time: Alchemy führt ein Glissando von Note zu Note über einen festen mit dem Drehregler „Glide“ festgelegten Zeitraum (in ms) durch. Längere Glissandos erfolgen mit einer schnelleren Rate.
Drehregler „Glide“: Legt die Portamentorate oder -zeit fest. „Glide“ erzeugt ein stufenloses Gleiten von einer Tonhöhe zur nächsten. Dieser Parameter kann global oder pro Source verwendet werden.
Einblendmenüs „Pitch Bend Up“/„Pitch Bend Down“: Legt den maximalen Bereich für Aufwärts- und Abwärts-Pitchbend-Modulation fest, die du üblicherweise über das Pitchbend-Rad an deinem Keyboard steuerst. Diese Parameter können global oder pro Source festgelegt werden.
Hinweis: Einzelne Sources können so eingestellt werden, dass sie auf den Pitchbend-Befehl reagieren oder ihn ignorieren. Dies wird mit dem Parameter „Keyscale“ auf jeder Source-Unterseite festgelegt. Pitchbend ist auch als Modulator verfügbar, was weitere Kontrolle über das Pitchbend-Ansprechverhalten jeder Source bietet. Weitere Informationen findest du unter Steuerungen der Source-Unterseite von Alchemy.